Im Citadelpark in der Stadt Gent werden ein Förderbrunnen und ein Infiltrationsbrunnen errichtet, um zu untersuchen, wie schnell Wasser in den Boden eindringt und wie es sich im Untergrund bewegt. Die Arbeiten sind Teil einer vorbereitenden Studie, die den Citadelpark in einen "unterirdischen Schwamm" verwandeln soll.
Im Sommer 2026 wurden an verschiedenen Stellen im Citadelpark zehn Grundwassermessstellen (Piezometer) und drei Fluxbrunnen installiert, überwiegend entlang befestigter Flächen an den Grünflächen des Parks. Die Piezometer sind mit Sensoren ausgestattet, die den Grundwasserspiegel erfassen, während die Fluxbrunnen mit den Fluxsensoren von iFLUX ausgestattet sind, die Richtung und Geschwindigkeit der Grundwasserströmung messen. In der Nähe des Rasenbeckens werden ein Förderbrunnen und ein Infiltrationsbrunnen mit jeweils 20 Metern Tiefe ergänzt. Gemeinsam dienen sie dazu zu testen, wie das Grundwasser reagiert, wenn Wasser gefördert und anschließend infiltriert wird. Die sichtbaren Eingriffe bleiben dabei relativ begrenzt.
Diese Untersuchung bereitet ein Projekt vor, das schon seit einiger Zeit in Entwicklung ist. Im Rahmen der Neugestaltung des Parks will die Stadt Gent gemeinsam mit Farys und weiteren Partnern das Regenwasser von Gebäuden und Wegen vom Kanalisationsnetz abkoppeln. Dieses Regenwasser soll stattdessen im Boden versickern, unter anderem über Infiltrationsbrunnen, Mulden (Wadis) und wasserdurchlässige Rinnen. Zudem sind Regenwasserzisternen zur Wiederverwendung geplant, und der große Teich im Park dient künftig als zusätzlicher Puffer.
Das Projekt "unterirdischer Schwamm" ist eine Zusammenarbeit der Stadt Gent und Farys mit iFLUX, Witteveen+Bos und NV Citadel Finance. iFLUX ist für das Grundwassermonitoring verantwortlich, einschließlich der Fluxsensoren in den Fluxbrunnen.